Dienstag, 2. Juli 2013

Gedanken zu Reaktionen

Allgemeines

Es ist ein weiterer Monat ins Land gegangen. Trotzdem stehe ich noch ganz am Anfang. Die Frage, die mich umtreibt, ist, wie kann ich eine Diskussion entfachen, in der ich ganz viel lernen kann. Gespannt bin ich vor allem auf Ideen und Reflektionen, wie man sie eigentlich in der Breite nur im Internet erfahren kann. Viele verschiedene Menschen ganz unterschiedlicher Begabungen, ganz unterschiedlichen Könnens haben die Möglichkeit, sich in freier Diskussion auszutauschen. Man kann dabei Menschen entdecken, mit denen man gerne Kontakt aufnehmen möchte und wo eine einfache Kritik zu einem Austausch von Gedanken führt.



Kritik ist für mich ein ganz zentraler Gedanke. Kein zerreißender Kommentar, der mit spöttischer Gelassenheit die Unsinnigkeit des Geschriebenen zerfleischt. Gespannt bin ich auf beurteilende Kommentare, die Fehlendes aufzeigen, die Anderes ergänzen, die neue Zusammenhänge erläutern und Falsches richtigstellen. Auch das ist in unserer „Ich habe Recht“-Mentalität manchmal schwer zu ertragen, aber es ist notwendig und es erweitert den Horizont. Das ist zumindest mein Glaube. Wenn man es zudem schafft, die große Kunst der Höflichkeit in Worte umzusetzen und somit die Achtung in die Diskussion einkehrt, braucht man auch keine Angst mehr vor dem Wort zu haben.

Es ist wichtig für mich, dieses Grundsätzliche darzustellen. Jeder soll wissen, dass das, was in meinem Blog steht, mein derzeitiger Wissen- und Diskussionsstand ist. Er wird sich mit den Kommentaren und Diskussionen verändern.

In den Reaktionen, die mich in diesem Blog, aber auch gerade in den Xing-Gruppen, in denen ich meine Blogthemen zu diskutieren versuche, erreicht haben, stellte ich fest, dass vor allem das Thema der Teambildung eine zentrale Rolle in der Diskussion spielte. Der Traum von einer menschlichen Arbeitswelt scheint zu bewegen. Die Bandbreite der Kommentare reicht von Verärgerung bis hin zu vorbehaltloser Zustimmung. Aus allen Reaktionen konnte ich bisher wertvolle Erfahrung schöpfen. So möchte ich mich ausdrücklich für jeden Kommentar bedanken. Auf der anderen Seite bin ich ständig nach Beiträgen im Netz unterwegs, zu denen ich einen kleinen Beitrag leisten kann.

Gerade das Teambildungsthema fußt auf ganz persönlicher Erfahrung. In den letzten Jahren habe wir in unserer Firma wirklich einen Teambildungsprozess durchlaufen, der für mich ganz erstaunlich war. In den Posts, die ich zu diesem Thema schreibe, wird genau diese Erfahrung reflektiert.

Ein zentraler Punkt für mich ist immer die Kreativität des Einzelnen, der oder die nicht im Team untergehen sollte. Das Team sollte für den Menschen da sein und ihn nicht verschwinden lassen. Das Wort Team sollte nicht mit dem Borg-Kollektiv verwechselt werden. Deshalb habe ich noch drei für mich wesentliche Gedanken im Kopf, die ich gerne darstellen möchte. Der erste Gedanke ist die Demokratisierung des Teams. Wie kann ich die vier Gewalten auch im Team verankern und warum sollte ich das überhaupt tun. Der zweite Gedanke ist die Erhaltung des Privaten. Warum muss ich mich nicht aufgeben. Der dritte Gedanke ist die ständige Verbesserung des Gegebenen, denn das, was ist, ist nicht gut.

In diesem Monat werde ich außerdem das praktische Beispiel zum Reengineering weiterführen und endlich ein paar Gedanken zur Architektur äußern. Auf diese Art und Weise werden sich alle Hauptthemen langsam mit Posts füllen und, so hoffe ich, ein immer besseres Bild von dem zeigen, was mich bewegt.

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