Montag, 4. November 2013

Kann man den eklatanten Wissensbruch in der Softwareentwicklung beheben?

Allgemeines

Der größte Themenkomplex des letzten Monats war das Requirements Engineering. Bisher hat es drei theoretische und einen praktischen Artikel gegeben. In diesem Monat wird die Reihe dadurch fortgesetzt, dass die Themenobjekte einer Systemkontextanalyse unterzogen werden. Zu diesem Thema habe ich bereits einige Artikel geschrieben, so dass man sich über die Grundlagen bereits vor Erscheinen informieren kann:
Diese Grundlagen bilden jedoch nur die Voraussetzung für die Entwicklung von Modellen für Kontextobjekte. Eines der wichtigsten, wenn nicht das wichtigste Kontextobjekt ist der Stakeholder. Dafür habe ich in einer dreiteiligen Serie ein grafisches Modell entwickelt:
In diesem Monat wird ein weiteres Modell zur Dokumentation eines Kontextobjektes dazukommen. Es wird sich um Dokumente handeln. Im Verlauf der Untersuchung eines Systemkontextes können eine Vielzahl von Dokumenten gefunden werden, Handbücher, alte Pflichtenhefte, Bedienungsanleitungen, Gesetzestexte. Natürlich ist das nur eine kleine Auswahl. Eine strukturierte Ablage dieser Dokumente ist jedoch eine Voraussetzung für eine strukturierte Weiterverarbeitung.

Der Themenkomplex des Requirements Engineering wird noch eine Vielzahl von Artikeln hervorbringen. Dazu veröffentliche ich Ideen auf Twitter (Baumann63Ralf) und in Google+. Hierbei ist es möglich, dass auch Sie Ideen beitragen und somit den Lauf der Geschichte ändern können. Ideen, die mir als wesentliche Verbesserung meines Prozesses erscheinen, werde ich in die Reihe einbauen. Hierbei kommt es mir darauf an, von Ihren Erfahrungen zu lernen.



Der Post Gibt es einen eklatanten Wissensbruch in der Softwareentwicklung? entfachte in Xing und im Blog eine lebhafte Diskussion, die mich dazu brachte, ein Buch zu kaufen (Software entwickeln mit Verstand ) und dieses zu studieren. Weiterhin lese ich gerade das Buch von Eric Evans Model Driven Design. Beide Bücher veranlassen mich dazu, den Inhalt des Artikels zu überdenken, Ideen auszubauen und zu erweitern. Es wird darum gehen, wie Fachbereich und Entwicklung gemeinsam eine Fachsprache entwickeln und welche Prozesse dazu notwendig sind. Die Ergebnisse dieser Reflektionen werden noch nicht in diesem Monat erscheinen. Ich möchte das hier nur erwähnen, um zu zeigen, dass die Diskussionen in den Xing-Foren, die Kommentare in meinem Blog und die Antworten auf Twitter für mich eine große Rolle bei der Erweiterung meines Wissens spielen. Da Sie mir mit Ihren Beiträgen sehr viel geben, versuche ich einen Teil durch meine Artikel zurückzugeben.

In der Literatur und in der Diskussion hoffe ich für meinen gesichteten Wissensbruch in der Softwareentwicklung eine Lösung zur Behebung zu finden. Im Folgenden möchte ich den eklatanten Wissensbruch noch einmal beschreiben. Ein Mensch aus dem Fachbereich hat ein jahrelanges Studium hinter sich, er hat Fachbegriffe und Modelle erlernt. Diese Fachsprache hat jedoch fast nichts mit den Fachbegriffen und den Modellen zu tun, die ein Informatiker erlernt hat. Beispielsweise hat der Fachbereich BWL studiert und der Requirements Engineer Informatik mit einer zusätzlichen Ausbildung in Requirements Engineering. In diesen nicht aufeinander abgestimmten Fachsprachen sehe ich den Wissensbruch. Diese zu überwinden ist notwendig, doch leider nicht überall üblich. Den Methoden der Überwindung möchte ich nun, in zukünftigen Artikeln, meine Aufmerksamkeit schenken.

Im nächsten Monat werde ich die Reihe „Prozessübersicht Softwareentwicklung“ weiterführen. Ich versuche, den Entwurf von Software grob in einzelne Prozessschritte zu zerlegen. Dabei trenne ich den Entwurf vom Bauen. Desweiteren wird es die Fortsetzung meiner Data-Transfer-Objects-Reihe geben. In diesem Teil behandele ich ein erlebtes Beispiel, dass keine DTOs im eigentlichen Sinne verwendete, sondern das Verhalten ganz von den Daten trennte. Das würde ich gern zur Diskussion stellen. Außerdem suche ich immer noch nach einem positiven Beispiel für DTOs mit Code. Über Hilfe wäre ich sehr dankbar. Möglich wäre auch ein Gastbeitrag mit Verlinkung auf die eigene Seite.



Ein bisschen kann man meine Denk- und Arbeitsweise auch schon in der gerade abgeschlossenen Reengineering-Reihe ergründen. Sie umfasst 6 theoretische Artikel und einen Quelltextartikel. Im Verlaufe der Zeit hat es viele Kommentare auf Xing und in meinem Blog gegeben. Ich denke darüber nach, diese Reihe zu überarbeiten. Wenn Sie es wollen, würde ich Ihnen das Ergebnis per PDF zur Verfügung stellen. Dazu werde ich in diesem Monat eine Umfrage starten. Doch hier noch einmal die Links auf die Reengineering-Reihe:


Die Umfrage des letzten Monats, ob ich Kurse bewerben darf, ergab ein recht eindeutiges Ergebnis. Die Mehrheit war für eine unaufdringliche Werbung. Nachdem ich mit dem Anbieter Kontakt aufgenommen habe, werde ich eine extra Seite einrichten, auf die man nur gehen muss, wenn man es auch will. Vielleicht kann man auf dieser Seite weitere Kursangebote darstellen und eine mehr oder weniger subjektive Bewertung hinterlegen.

Ich wünsche Ihnen einen nicht so grauen November und viele vergnügliche Lesestunden, vielleicht sogar einige davon in meinem Blog.

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